Kapazität

2 Mütter/Väter mit jeweils maximal 2 Kindern

Zielgruppe

Eine Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt ist für die meisten Mütter und Väter ein Ereignis, dem sie voller Freude und Zuversicht entgegenschauen können.

Unser Angebot richtet sich an werdende Eltern bzw. alleinerziehende Mütter/Väter, die sich in psychosozialen Notlagen befinden und existenzbedrohlichen Faktoren und komplexen Problemlagen ausgesetzt sind, die eine Schwangerschaft, Geburt oder das Leben mit einem Säugling/Kleinkind gefährden.

 

Diese sollten:

  • sich auf die Hilfe nach §19 und den Aufbau von Beziehungen einlassen können und wollen
  • den Wunsch nach Unterstützung und Beratung bei der Bewältigung ihrer komplexen Problemlage haben
  • den Wunsch nach positiver Veränderung ihrer bisherigen Lebenszusammenhänge haben.
  • den Wunsch haben, im Kontext einer stationären Unterbringung Zeit und Ruhe zu finden, eine sinnvolle und beständige Lebensplanung für sich und ihr Kind/ ihre Kinder zu entwickeln

Betreuungsmodalitäten

Die sozialpädagogische Betreuung wird flexibel nach dem aktuellen Bedarf abgesichert. Die Hilfe wird in einer Art Trainingswohnung über Fachleistungsstunden geleistet. Der Betreuungszeitraum beträgt in der Regel 1 Jahr und kann im Einzelfall modifiziert bzw. gestrafft werden.

 

Die Betreuungsintensität wir durch ein Stufenmodell allmählich reduziert und somit der Übergang in eine verselbstständigte Lebensform vorbereitet.

 

1. Woche bis ca. 12. Woche – 21 Fachleistungsstunden je Woche (an 6 Tagen)

13. Woche bis ca. 25. Woche –  15 Fachleistungsstunden je Woche (an 5 Tagen)

25. Woche bis ca. 38. Woche – 12 Fachleistungsstunden je Woche (individuell)

38. Woche bis zum Hilfeende – 8 Fachleistungsstunden ja Woche (individuell)

 

Durch die Anbindung an die Stammeinrichtung sind darüber hinaus 24h täglich Ansprechpartner vor Ort und ein telefonischer Bereitschaftsdienst.

Inhaltliche Schwerpunkte und Methoden

Mütter/Väter werden dazu befähigt, folgende Ziele auf ihrem Weg zum Elternsein zu realisieren, um ihren Kindern Sicherheit, Perspektiven und eine selbstständige Lebensgestaltung ermöglichen zu können:

 

  • Kenntnisse über Schwangerschaft, Geburtsvorbereitung und Geburt
  • Kenntnisse bezüglich des Umgangs mit Neugeborenen und Kleinkindern (Pflege, Betreuung, Erkennen von Bedürfnissen), sowie Sicherung der Grundversorgung
  • Förderung und Stärkung von Erziehungskompetenzen zur Wahrnehmung, Vertretung und Erfüllung der Interessen der Kinder
  • Altersgerechte Förderung der Kinder
  • Stabilisierung der Elternrolle um die Entwicklung einer tragfähigen Mutter/Vater-Kind-Beziehung zu ermöglichen
  • Aufbau eines sozialen Netzwerkes und Erschließung von Ressourcen
  • Vermeidung bzw. schrittweise Abbau von Überforderungstendenzen
  • Entwicklung einer am Kind orientierten Tagesstruktur
  • ressourcenorientierte Stärkung persönlicher Kompetenzen, sowie Förderung der Fähigkeit zur Wahrnehmung und Vertretung der eigenen Interessen
  • Absicherung materieller und finanzieller Existenzbedingungen
  • Ausbau lebenspraktischer Kompetenzen (z.B. Haushaltsführung, praktische Alltagsbewältigung)
  • Absicherung der gesundheitlichen und medizinischen Versorgung
  • Entwicklung und Ausbau beruflicher Perspektiven der Mütter/ Väter
  • Eingliederung der Kinder in eine Kindertagesstätte oder in eine geeignete Schulform
  • Übergang in eigenen Wohnraum und somit selbstständige Lebensform (Nachbetreuung möglich)

 

Dies geschieht in Form von:

  • Beratung
  • Praktische Anleitung
  • Unterstützung
  • Motivation
  • Mutter/Vater – Kind Interaktionen
  • Regelmäßige Reflexionsgespräche

 

Grundlage zur Erreichung dieser Ziele besteht in der Mitwirkungsbereitschaft der Mütter und/oder Väter während des Hilfeprozesses.

 

Denn Elternsein heißt, aktiv werden und sich den Herausforderungen stellen, die ab dem ersten Tag der Schwangerschaft auf jeden Vater und jede Mutter warten.

 

Wir möchten Sie dabei unterstützen!

Mitarbeiter

In der Mutter-Kind-Einrichtung arbeiten pädagogische Fachkräfte z.T. mit systemischer Ausbildung. Des Weiteren können nach Bedarf externe Fachkräfte aus den verschiedensten Bereichen (z.B. Psychotherapeuten, Hebammen, Ergotherapeuten u.v.m.) unterstützend hinzugezogen werden.

Räumlichkeiten

Die Räumlichkeiten sind derzeit für die Unterbringung von zwei Müttern/Vätern und deren Kinder (bis 6 Jahre) konzipiert. Für diese sind jeweils 1 Schlaf- und Wohnbereich mit integrierter Küchenzeile vorhanden. Des Weiteren verfügt der Wohnkomplex über ein Gemeinschaftsbad mit Dusche und Waschmaschine. Die Räumlichkeiten sind vollständig möbliert und kindgerecht ausgestattet.

Kontakt

Freundeskreis „Indira Gandhi“ e.V.

Fürstenstraße 266

09130 Chemnitz

Frau Groß

Tel.: 0371 / 7510088

gross@freundeskreis-kinderheim.de

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Spendenkonto: Sparkasse Chemnitz; IBAN: DE22 8705 0000 3533 0024 10 BIC: CHEKDE81XXX